Der KUNSTRAUM 53 zeigt in der Spielzeit FLUSS des Literaturhauses St. Jakobi zum vierten Mal eine Ausstellung in dessen Galerie. Mit Florian Hüttner, Hille von Seggern & Timm Orth (alle in Zusammenarbeit mit Till Krause), Kim-Denise Uhe und edgarundallan.

Flüsse sind wichtige Orte urbanen und ländlichen Lebens. Je nachdem, wo sie vorkommen, erfüllen sie unterschiedliche Funktionen: Ein kleiner Bach oder ein Stadtbrunnen laden zum Verweilen und an heißen Tagen zum Abkühlen ein. Sie können grüne Oasen sein, oder der einzige Tropfen Wasser auf einer ansonsten gepflasterten Fläche. Ein schiffbar gemachter Fluss oder das gefrorene Wasser der Polkappen hingegen, sind für den Erhalt gewohnter Lebensformen essenzielle ökonomische und ökologische Infrastrukturen, deren Einfluss auf die alltägliche Lebensqualität eines Einzelnen jedoch selten spürbar wird.

Fünf künstlerische Arbeiten aus drei (Langzeit-)Projekten mit insgesamt neun beteiligten Künstler*innen rücken den Fluss als Akteur ins Zentrum des Bewusstseins und befragen sein Verhältnis zum Menschen. Das Projekt »Die Idee der freien Flusszone« der Galerie für Landschaftskunst führt uns an die Süderelbe und fragt nach den Potentialen ihrer Schließung für die Binnenschifffahrt. Die Installation »Milo, ich hab mich in die Arktis gebeamt« des Hildesheimer Theaterkollektivs edgarundallan lädt uns ein, Klimaphänomene sinnlich wahrzunehmen. Das »Wasserregal« von Kim-Denise Uhe zeigt uns die ganz kleinen, scheinbar vergessenen Rinnsale mit Quellen im Hildesheimer Landkreis.

Die Ausstellung ist jeden Freitag von 13 – 17 Uhr kostenlos geöffnet. Mehr Informationen zu den Projekten.

VERMITTLUNGSPROGRAMM

Nr. 1 »Feldkulturerbe Wasserregal« vom 25. – 26. Oktober 2019
Nr. 2 »Schwerpunkt: Die Idee der freien Flusszone« ab 10. März 2020 in der Ausstellung
Nr. 3 »Rundgang« am 2. Juli 2020

Kuratorische Leitung: Maren Pfeiffer