Der KUNSTRAUM 53 ist ein Projektraum für aktuelle künstlerische Positionen und deren Vermittlung. Gegründet durch eine Initiative von Studierenden des Instituts für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Universität Hildesheim, vereinen sich in ihm Experimentalraum, work in progress-space und Labor mit Ausstellungscharakter.

Panel 1

Upcoming: Winter (Floh&Kunst) Markt

14. Dezember 2019
15 – 20 Uhr


Ihr seid Meister*innen im Aussortieren, Bastler*innen, Näher*innen, Kunsthandwerker*innen, Zeichner*innen und sucht noch einen Ort, um eure Schätze zu vertreiben?

Am 14. Dezember veranstalten der KUNSTRAUM53 und das FASERWERK in ihren Räumen am Ottoplatz einen Floh- und Kunstmarkt in winterlicher Atmosphäre mit dem TPZ Hildesheim und der Ausstellung „ZU GUTER LETZT“ im Atelier Katrin Sättele. Bei Glühwein, Feuerschale und Kerzenschein könnt ihr (ver)kaufen, tauschen, euch inspirieren lassen und bei Workshops selbst kreativ werden.

Ihr möchtet auch etwas verkaufen?

Kostenlose Anmeldung bis Freitag, 06.12. unter Angabe der Produktart und benötigter Fläche via kunstraum.wws53@gmail.com

Wir freuen uns auf euch!

FASERWERK / Ottostraße 77 / 31137 Hildesheim
KUNSTRAUM 53 / Ottostraße 7 / 31137 Hildesheim

Panel 2

Upcoming: Maidan in progress – майдан в прогресі

український
English

Der KUNSTRAUM 53 zeigt am 19. Dezember eine audio-visuelle Installation über ukrainische Biografien von Masha Kashyna und Nele Tast.

„maidan in progress – майдан в прогресі“ zeigt Filmaufnahmen aktivistischer Menschen aus der von einem Transformationsprozess geprägten Ukraine, die mit den Euromaidan-Protesten in Kyiv in 2013 in Verbindung standen. Verschiedene Stimmen werden hörbar, sowie die Bilder ihrer unmittelbaren Umgebung sichtbar – dem Maidan der Unabhängigkeit.

Seit 2015 beobachten die Dokumentaristinnen Masha Kashyna und Nele Tast audio-visuell die Prozesse in der Ukraine. Das Prinzip: Alle zwei Jahre interviewen sie die gleichen Menschen an den gleichen Orten. Für das Langzeit-Dokumentarprojekt ist kein Ende gesetzt, aber nach jeder Reise wird ein Format entwickelt, was in sich geschlossen den aktuellen Stand der Geschehnisse und Geschichten zeigt. Über mehrere Jahre werden so einzelne Biografien im Chaos des Transformationsprozesses der Ukraine beobachtet und reflektiert, wie diese sich zur Zeit der Demokratisierung und Dezentralisierung des politischen Systems verändern.

19 Uhr Eröffnung der Installation
20 Uhr Film-Screening
20.30 Uhr Nachgespräch

Sprachen des Filmmaterials: Ukrainisch/Russisch/Deutsch
Untertitel: Englisch

Eintritt bei Austritt

Gefördert durch die Kulturcampus-Projektförderung der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine

Panel 3

Aktuell: »Nicht bewegen. Könnte etwas rutschig sein.«

Der KUNSTRAUM 53 zeigt in der kommenden Spielzeit des Literaturhauses St. Jakobi zum vierten Mal eine Ausstellung in dessen Galerie. Mit Florian Hüttner und Hille von Seggern (in Zusammenarbeit mit Till Krause), Kim-Denise Uhe und edgarundallan.

ERÖFFNUNG: 13. September 2019
Einlass 19 Uhr, Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr
im Literaturhaus St. Jakobi

AUSSTELLUNGSZEITRAUM: September 2019 – Juli 2020

Flüsse sind wichtige Orte urbanen und ländlichen Lebens. Je nachdem, wo sie vorkommen, erfüllen sie unterschiedliche Funktionen: Ein kleiner Bach oder ein Stadtbrunnen laden zum Verweilen und an heißen Tagen zum Abkühlen ein. Sie können grüne Oasen sein, oder der einzige Tropfen Wasser auf einer ansonsten gepflasterten Fläche. Ein schiffbar gemachter Fluss oder das gefrorene Wasser der Polkappen hingegen, sind für den Erhalt gewohnter Lebensformen essenzielle ökonomische und ökologische Infrastrukturen, deren Einfluss auf die alltägliche Lebensqualität eines Einzelnen jedoch selten spürbar wird.

Die Ausstellung »Nicht bewegen. Könnte etwas rutschig sein.« stellt von September 2019 bis Juli 2020 kleine und große Flüsse vor, hochindustrielle und scheinbar unantastbare. Fünf künstlerische Arbeiten aus drei (Langzeit-)Projekten mit insgesamt neun beteiligten Künstler*innen rücken den Fluss als Akteur ins Zentrum des Bewusstseins und befragen sein Verhältnis zum Menschen. Das Projekt »Die Idee der freien Flusszone« der Galerie für Landschaftskunst führt uns an die Süderelbe und fragt nach den Potentialen ihrer Schließung für die Binnenschifffahrt. Die Installation »Milo, ich hab mich in die Arktis gebeamt« des Hildesheimer Theaterkollektivs edgarundallan lädt uns ein, Klimaphänomene sinnlich wahrzunehmen. Das »Wasserregal« von Kim-Denise Uhe zeigt uns die ganz kleinen, scheinbar vergessenen Rinnsale mit Quellen im Hildesheimer Landkreis.

Die Ausstellung ist zu den Veranstaltungen des Literaturhauses kostenlos geöffnet: https://stjakobi.de/spielzeit/. Mehr Informationen zu den Projekten und zu den Sonderveranstaltungen.

Künstlerische Leitung: Maren Pfeiffer

Panel 4

Das Haus ist schwarz / خانه سیاه است

Der Kunstraum lädt ein zum Screening von „Das Haus ist schwarz“ – ein lyrischer Dokumentarfilm von Forough Farrokhzad.

7. Dezember 2019
Beginn des Screenings: 20 Uhr

Farrokhzads einziger Film ist das außergewöhnliche Dokument ihres Besuchs in der Lepra-Kolonie des Hospizes Bababaghi in der Nähe der nordiranischen Stadt Tabriz. Der Kurzfilm wurde bereits 1963 beim Festival in Oberhausen mit dem ersten Preis ausgezeichnet, viele weitere Würdigungen folgten; zuletzt wurde der Film 2017 bei der documenta in Athen vorgestellt.

Iran 1963, Dokumentarfilm, schwarz/weiß, 22 Min., Persisch mit deutschen UT. Regie & Buch: Forough Farrokhzad

Im Anschluss an den Film werden einige Gedichte von ihr in deutsch / persisch gelesen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Forough Farrokhzad (1934-1967) war die bedeutendste Dichterin der iranischen Moderne. Sie verbrachte mehrere Monate in Europa. Sie war u. a. ab 1958 Assistentin im Golestan Film Studio, wo Ebrahim Golestan, der bis zuletzt die Rechte des Filmes verwaltete, sie dazu motivierte eigene filmische Aufnahmen zu machen. Am 13. Februar 1967 starb Forough Farrokhzad durch einen Autounfall.

Panel 5

Diskriminierung ist keine Befindlichkeit, sondern ein strukturelles Problem

Wir sind Mitunterzeichner*innen des offenen Briefs zu den Äußerungen des Präsidenten der Universität Hildesheim, Wolfgang-Uwe Friedrich bei der Verleihung des Preises für studentische Initiativen auf dem Campusfest am 5. Juni 2019

Lest den veröffentlichten Brief auf: https://diversmagazin.de