Der KUNSTRAUM 53 ist ein Projektraum für aktuelle künstlerische Positionen und deren Vermittlung. Gegründet durch eine Initiative von Studierenden des Instituts für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Universität Hildesheim, vereinen sich in ihm Experimentalraum, work in progress-space und Labor mit Ausstellungscharakter.

Panel 1

On Show: »Nicht bewegen. Könnte etwas rutschig sein.«

Der KUNSTRAUM 53 zeigt in der Spielzeit FLUSS des Literaturhauses St. Jakobi zum vierten Mal eine Ausstellung in dessen Galerie. Mit Florian Hüttner, Hille von Seggern & Timm Orth (alle in Zusammenarbeit mit Till Krause), Kim-Denise Uhe und edgarundallan.

ERÖFFNUNG: 13. September 2019
Einlass 19 Uhr, Veranstaltungsbeginn 19.30 Uhr
im Literaturhaus St. Jakobi

AUSSTELLUNGSZEITRAUM: September 2019 – Juli 2020

Flüsse sind wichtige Orte urbanen und ländlichen Lebens. Je nachdem, wo sie vorkommen, erfüllen sie unterschiedliche Funktionen: Ein kleiner Bach oder ein Stadtbrunnen laden zum Verweilen und an heißen Tagen zum Abkühlen ein. Sie können grüne Oasen sein, oder der einzige Tropfen Wasser auf einer ansonsten gepflasterten Fläche. Ein schiffbar gemachter Fluss oder das gefrorene Wasser der Polkappen hingegen, sind für den Erhalt gewohnter Lebensformen essenzielle ökonomische und ökologische Infrastrukturen, deren Einfluss auf die alltägliche Lebensqualität eines Einzelnen jedoch selten spürbar wird.

Die Ausstellung »Nicht bewegen. Könnte etwas rutschig sein.« stellt von September 2019 bis Juli 2020 kleine und große Flüsse vor, hochindustrielle und scheinbar unantastbare. Fünf künstlerische Arbeiten aus drei (Langzeit-)Projekten mit insgesamt neun beteiligten Künstler*innen rücken den Fluss als Akteur ins Zentrum des Bewusstseins und befragen sein Verhältnis zum Menschen. Das Projekt »Die Idee der freien Flusszone« der Galerie für Landschaftskunst führt uns an die Süderelbe und fragt nach den Potentialen ihrer Schließung für die Binnenschifffahrt. Die Installation »Milo, ich hab mich in die Arktis gebeamt« des Hildesheimer Theaterkollektivs edgarundallan lädt uns ein, Klimaphänomene sinnlich wahrzunehmen. Das »Wasserregal« von Kim-Denise Uhe zeigt uns die ganz kleinen, scheinbar vergessenen Rinnsale mit Quellen im Hildesheimer Landkreis.

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Panel 2

Schwerpunkt: »Die Idee der freien Flusszone«

Im Februar und März 2020 wurde die Ausstellung »Nicht bewegen. Könnte etwas rutschig sein.« durch zwei Kunstwerke der Galerie für Landschaftskunst Hamburg erweitert. Die „Freie-Flusszone-Bilderkiste (Innerste)“ ist auf Anregung der kuratorischen Leitung Maren Pfeiffer entstanden. In einem Interview beantwortet sie die Fragen von Dirk Brall, Intendant des Literaturhauses St. Jakobi zur Entstehung und Botschaft der neuen Kunst.

Das „Freie-Flusszone-Autobahnschild“ von Bob Braine: Eine Malerei übertragen auf 10qm reflektierende Folie auf Alu Dibond hängt in luftigen 15 Metern Höhe am Kirchturm des Literaturhaus St. Jakobi Hildesheim.
Foto: Till Krause


Panel 3

Rahmenprogramm ANTHROPOSCENE

ANTHROPOSCENE
von Nike Kühn & Malte Taffner

Laufzeit: 9. Januar bis 20. Februar

23. – 26. Januar | 18 – 23 Uhr
Anthroposcene goes EVI LICHTUNGEN 2020

26. Januar | 18 Uhr
TASTE&TALK mit Kressebroten und im Gespräch mit den Künstler*innen

20. Februar | 19 Uhr
Finissage mit Kressesuppe und Hörspiel von Bruno Latour

„Das Leben auf der Erde, meine verehrten Damen und Herren, ist wie ein Seiltanz.“

Zum Abschluss von Anthroposcene essen wir Kressesuppe und lauschen dem Hörspiel „Kosmokoloss“ von Bruno Latour. Wir laden euch ein, über die menschliche Präsenz auf der Erde nachzudenken. Zwischen Gottvergessenheit und Arche Noah stellt sich die Frage: Gibt es noch Hoffnung oder wird uns Gaia in eine menschenleere Zukunft verstoßen?

Kuratorische Leitung: Maren Pfeiffer undValeria Slizevic

Panel 4

Eröffnung des neuen Jahresprogramms: ANTHROPOSCENE

Der KUNSTRAUM 53 eröffnet das neue Jahresprogramm „Das verflixte 7. Jahr – Kunstpraxis zwischen Mythologie, Popkultur und Wissenschaft“ mit der Ausstellung ANTHROPOSCENE mit Nike Kühn und Malte Taffner.

ERÖFFNUNG: 9. Januar 2020, 19 Uhr
AUSSTELLUNGSZEITRAUM: 10. Januar – 20. Februar 2020

Orangenes Licht, Geborgenheit – ein Paradies?
Und doch ist alles von Menschenhand gestaltet, alles künstlich. Natur aus dem Baumarktregal: Leuchtstoffröhren imitieren Sonnenlicht, ein Wassertank könnte zugleich eine in ländlicher Idylle weidende Kuh sein. Manchmal liegen Utopie und Dystopie nah beieinander. Auf der Suche nach einer heilen Welt begeben wir uns auf Umwege und Abwege. Von den Straßenrändern funkeln uns Fake News entgegen, die uns blenden und verwirren. Keine Übersicht mehr in dem scheinbar undurchdringlichen Wust an Informationen. Was passiert, wenn kein Vertrauen mehr herrscht, sehen wir weltweit tagtäglich in den Medien.

In der für den KUNSTRAUM 53 neu geschaffenen Installation ANTHROPOSCENE gehen die Künstler*innen Nike Kühn und Malte Taffner der Frage nach einer individuellen Utopie nach. Auf ihrer Suche finden sie einerseits Anknüpfungspunkte in den Überlebensstrategien der Prepper-Bewegung. Prepping (engl. ‚to prepare‘) strebt nach größtmöglicher Autarkie und gipfelt nicht selten im Bau privater Schutzräume. Andererseits greifen sie Gedanken einer Öko-Bewegung auf, die Lösungen im Zusammenwirken von Architektur, Technik, Mensch und Natur sucht und somit Konzepte von Natürlichkeit und Künstlichkeit neu denkt.

ANTHROPOSCENE wird kuratorisch begleitet von Maren Pfeiffer und Valeria Slizevic.

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Panel 5

Diskriminierung ist keine Befindlichkeit, sondern ein strukturelles Problem

Wir sind Mitunterzeichner*innen des offenen Briefs zu den Äußerungen des Präsidenten der Universität Hildesheim, Wolfgang-Uwe Friedrich bei der Verleihung des Preises für studentische Initiativen auf dem Campusfest am 5. Juni 2019

Lest den veröffentlichten Brief auf: https://diversmagazin.de