unerwähnt und widerhallend

Vilja Gunzelmann

Ausstellungseröffnung: Samstag, 15. Januar 2022 um 18 Uhr

In der Ausstellung unerwähnt und widerhallend erforscht Vilja Gunzelmann ihre eigene Familiengeschichte im Kontext der kolonialen Vergangenheit Deutschlands. Angefangen auf dem Dachboden der eigenen Großeltern erstreckte sich ihre künstlerische Forschung bis in das Archiv des MARKK Museums und in die Straßen Hamburgs. Dem Handelshaus C. Woermann, und damit einer Familiengeschichte auf der Spur, verbindet sie in der Ausstellung politische und persönliche Erzählungen über mehrere Generationen hinweg, in der Bestrebung das Denken zu dekolonisieren, indem das Erinnern befragt wird.

Durch die vielfältige Einbettung von Archivmaterial und filmischer Reflexion finden bisher unentdeckte Materialien und in Vergessenheit geratene Zusammenhänge Eingang in die Ausstellung. Fragmentarisch verweben sich im Ausstellungsraum nach und nach historische Dokumente, Familienfotografien und Filmmaterial zu einem Gesamtbild. Die Ausstellung verweist dabei auf das nicht mehr präsente und gleichzeitig noch nicht abgeschlossene. Denn trotz Strategien der Vermeidung und Auslassung hallen das Wissen und die Geschichten der eigenen Vorfahren wider.

Das Projekt wurde durch das Studentenwerk Ostniedersachsen ermöglicht.

Vilja Gunzelmann studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. In ihren interdisziplinären Arbeiten befragt sie das Ineinandergreifen persönlicher und macht-politischer Narrative. Einem künstlerischen Recherche-basierten Ansatz folgend, arbeitet sie mit Video, Malerei, Fotografie und gefundenen Material. 

Hygienehinweis

Der Einlass zur Ausstellung erfolgt nur unter Einhaltung der 2G Regel mit FFP2-Maske. Bitte achtet darauf, den Mindestabstand von 1,5 Metern jederzeit einzuhalten.

Öffnungszeiten 15. bis 29. Januar 2022 Freitag und Samstag von 15-17 Uhr  Weitere Öffnungszeiten auf Anfrage

Kuration: Alina Homann und Vilja Gunzelmann

Ausstellungsproduktion: Lukas Gutsfeld, Mera Dorin, Ferdinand Larasser, Alina Homann, Vilja Gunzelmann

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